Artemis 2: Erste Frau reist zum Mond

Astronautin Christina Koch als Vertreterin der Frauen der Erde

Mein ganzes Leben lang erzählte mir mein Vater, wie er mich als Baby auf dem Arm hielt, während mitten in der Nacht Mondlandung im Fernsehen lief. Ich habe das schon als Säugling mitbekommen. Es war Apollo, der Bruder von Artemis, der nachsehen sollte, ob die Luft dort oben rein war und ob es dort gefährlich ist. Ja, es gibt da keine Luft, aber sie kann jetzt kommen.

Mein erstes Buch war ein Kinderlexikon, mit Zeichnungen der Apollo-Rakete und ihren Bauteilen. Ich konnte das Buch auswendig, da es wenig anderes zu lesen gab. Ich konnte damals alle Flaggen der Erde auswendig aufmalen und die Teile der Apollorakete benennen. Die Artemis Raketen, die zur Zeit durch das NASA Mondraumfahrtprogramm starten, sehen immer noch so ähnlich aus. Artemis ist längst meine Hauptgöttin geworden und ich kenne sie: Sie will Frauen zum Mond schicken und ist nur verärgert darüber, dass ein Mann von Apollos Mission ihr zuvorgekommen ist.

ARTEMIS I RAKETE

Uralte Prophezeiungen zeigen, wie viele Angst und Respekt die Kirche vor der Göttin hat, die sie als „Frau auf dem Mond“ in einer Vision im Johannesevangelium in der Zukunft sah und diese Prophezeiung wird jetzt war: Die Apokalypse des Patriarchats ist nahe, die Göttin  ergreift die Macht und das weibliche Geschlecht betritt die Mondoberfläche. Okay, die Mondlandung ist bei der Artemis 2 Mission noch nicht geplant, sondern die befraute Mannschaft fliegt am Montag erstmal überhaupt in die Mondumlaufbahn, um die Gegend zu erkunden.

Die Mondlandung der Apollo Missionen löste den Star-Trek und Star Wars Hype in der Science-Fiction aus.

Wir 3 Mädchen im Alter von 10 bis 14 saßen in den 80´ern vor dem Fernsehern, damit wir keine weiteren Lebenserfahrungen mehr machen sollten, als unsere  Mutter als Hausfrau zu beobachten und starteten durch mit der Enterprise, raus aus unserem Sonnensystem und in die unendlichen Weiten des Weltalls, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat. Ich lebte mein halbes Leben lang auf diesem Raumschiff. Die Fernsehsender spielen Star-Trek seither in Schleife über viele Stunden am Tag und man kann jederzeit wieder rauf beamen, aber mit viel Werbeunterbrechung. Der Hausfrauberuf hat uns nur noch abgeschreckt. Er war von Hass gegen Frauen, Unterjochung und Dummheit geprägt. Wir lernten die oberste Direktive als Völkerrecht und Menschenrechtskonvention der Zukunft kennen, Captain Picard als perfekten, charismatischen, interstellaren Diplomaten, wie er wahrscheinlich einen Obama oder Macron für menschliche und faire Politik inspiriert haben wird. Ich wollte am Computer arbeiten, Katja hat den Doktor in Biologie gemacht und Petra in Chemie. Wir waren Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen und Computerexpertinnen geworden. Unser Vater hat Schaum vor dem Mund. Jedenfalls meiner. Petras Vater hat uns alle ermutigt zu studieren und Wissenschaftlerinnen zu werden. Es ist nicht so leicht, wenn wir mal wieder auf die Erde plumpsen und runter beamen müssen zu altbackenen herkömmlichen Familienbildern, die sie uns als Frauen als einziges erlauben und bruddelnde alte Nazimänner, die mit „Herr“ angesprochen werden wollen und verlangen, dass man stehen bleibt, wenn sie die Fäuste nach uns strecken und uns die Frauenrechte von Tieren beibringen wollen und Prostitutionsangebote erwarten, wenn wir vorüber gehen. Star-Trek ist eine Philosophie der Gerechtigkeit eine Utopie einer besseren Zukunft, die sich an Regeln der Ethik und der von der UNO ausgehandelten Menschenrechtskonventionen hält, auch im Weltraum auf andere Spezies angewendet. Es ist die Utopie von der Gerechtigkeit für alle Wesen, Rassen und Geschlechter und wissenschaftlichem Fortschritt, die Überwindung der Armut und die Erkundung unserer Welt, auch des Universums. Die Religion hat dagegen wenig Chancen, wenn sie gegen die Frauen und die Andersgläubigen hetzt, hat sie bereits ihre Ungerechtigkeit und ihren Bruch der Menschenrechte bewiesen. In Star Trek, Next Generation kommt so gut wie keine Religion vor, es sei denn, sie sei außerirdisch und hat etwas mit echten Wesenheiten zu tun, wie z.B. Interdimensionalen Wurmlochpropheten, die man auch mit dem Raumschiff aufsuchen kann.

Christina Koch reist also voraussichtlich für Artemis 2 morgen ins Weltall und umkreist den Mond. Im Namen von uns allen, macht sie ein bisschen unsere Träume wahr und auch die hellsichtigen Visionen alter Seherinnen, die die Göttin Artemis auf dem Mond stehen sahen, schon vor vielen Tausend Jahren und dies auch in Schrift und Bild festgehalten hatten. Im alten Griechenland löste Artemis ihre Vorfahrin Selene als Mondgöttin ab. Sie erbte ihn sozusagen. Heute achtet sie darauf, dass er im Dienst der Frauen und des Feminismus ist und die Frauen beschützt. Daher will sie keine Machokultur auf dem Mond erlauben und die Reise von Christina Koch, Astronautin, ist dafür da, dass dies gewährleistet ist. Wir wünschen ihr viel Glück auf ihrer Reise und freuen uns für die erste Frau, die über dem Mond schwebt als Vertreterin aller Frauen des Planeten Erde und der Göttin Artemis.