Beltane- Artussage- Kriegsvergewaltigung an Königin Igraine- Fee Morgana

Der 99 % ige Mond sagte mir, dass das richtige Beltane erst heute, am Vollmond ist und so schaute ich zur Feier der gestrigen Walpurgisnacht nochmals den Film: „Die Nebel von Avalon“. Hierin sind mehrere schöne Beltanefeiern aus dem alten England überliefert, die bis in die Steinzeit zurückreichen. In England war ein Kult der Göttin, die  mit dem Waldgott Cerunnos verbunden ist und der wahrscheinlich keltischen Ursprungs ist, die Grundlage einer alten Religion der Muttergöttin. Die Geschichte erzählt von einer Muttergöttin, einer Mutter Erde, die von heiligen Frauen der Insel Avalon verkörpert wird und die ihre Magie ausüben.

Dabei werden einige Dimensionstore von Avalon nach Glastonbury geöffnet und es scheint eine Verbindung zu Stonehenge zu geben dem heiligen Steinkreis der Insel Großbritannien. Die Priesterinnen der Göttin konnten diese Tore öffnen und so kommunizieren. Sie übten viel Magie aus und verwendeten Telepathie über Wasser und Hellsicht über Blutmagie. Die Beltanefeiern wurden in einer Weise verwendet, bei der ein Mann ausgewählt wurde, der der beste Jäger war und der mit einer Jungfrau unter den Priesterinnen daraufhin die heilige Hochzeit feiern durfte. Hierbei dreht sich mir als Artemisanhängerin ein wenig der Magen um. Artemis, als heilige Jungfrau wurde nicht zwangsverheiratet, auch nicht mit dem besten Jäger, sondern die Frauen wählen selbst aus, ob sie Männer haben wollen oder ob sie schwanger werden. Artemis selbst verteidigte eisern ihre Jungfräulichkeit und der Mann, der sie heimlich beim Bad beobachtete, war Aktaion. Zur Strafe verwandelte sie ihn in einen Hirsch, jagte ihn und er wurde von seinen eigenen Hunden gefressen. Aktaion ist kein Cerunnos. Dies ist in der englischen Mythologie anders. Geschichten wie diese verehren die Göttin Avalons und Englands, aber sie vertuschen auch Vergewaltigungen, wie eh und je. Sie wird aus der Perspektive der Fee Morgana erzählt und ihr Ruf soll dabei wieder hergestellt werden, der von männlichen Autoren verzerrt wurde, der sie zur bösen Hexe und zum Sündenbock macht. Morgana war die Tochter von Garlois. Dieser war König und Ehemann von Igraine, der Königin. König Uther eroberte das Land von Garlois und vergewaltigte seine Ehefrau. Er heiratete sie und sie bekam als Sohn König Arthus, der der Halbbruder von Morgana war. All dies wird beschönigt, da König Arthus ein Held Englands ist und er einige Weisheiten bei der Politik angewendet hat. Tatsache ist, dass Morgana, als seine Halbschwester von ihm ein Kind hat. So haben die Männer aus Uthers Familie die Frauen von Garlois erniedrigt und sie missbraucht. Der tote Garlois sah, wie seine  Frau und seine Tochter von der Utherfamilie geschwängert wurden und seine Widergeburt muss Mordred gewesen sein. Das ergibt einen Sinn. Zur Rache an den beiden Frauen tötet Mordred am Ende Arthur. Wer die weibliche Perspektive der Artussage sieht, die versteht langsam, warum die Dinge so merkwürdig waren. Igraine hat Uther nicht freiwillig genommen, sowas ist eine klassische Kriegsvergewaltigung, Morgana hat Artus nicht freiwillig genommen, denn hier wurde die Feindschaft von Uther und Artus zu der Familie Igraines und Garlois ausgelebt. Mordred rächte seine Mutter und seine Großmutter und tötete den daraus entstandenen Artus. Er verliert hier seine Heldeneigenschaft, Mordred, ist Opfer dieser Tragödie. Als Beltanefeier sollte keine heilige Jungfrau an einen Mann vergeben werden. Im Sinne der Artemis würde sowas niemals stattfinden. Englands Feminismus muss nochmal von vorne anfangen.


Walpurgisnacht: Wie Hexen einem Besen reiten- Frauen, die zum Vollmond fliegen – ArtemisNews