Kinder in Uniform- Gleichgeschaltet oder ist das eine neue Hitlerjugend?

Vor dem Stuttgarter Parlament liefen gestern, in den Sommerferien, große Gruppen von Jugendlichen herum, die von einigen Erwachsenen begleitet waren. Die Gruppen waren nach Alter getrennt und sie trugen alle sehr ähnliche Kleidung. Es kam mir zunächst irgend wie faschistisch vor. Alle trugen ein weißes T-Shirt und kurze Shorts, entweder Jeans oder schwarze Shorts. Bei den älteren waren die Shorts gleichmäßig schwarz. Viele der Mädchen trugen den Holländischen Zopf. Das kann kein Mädchen alleine flechten, sie müssen sich die Frisur gegenseitig gemacht haben. Etwas altmodisch kommen Christengruppen und Zeugen Jehovas eh immer daher. Ich dachte zunächst, es seine Gruppen, die für den Papstjugendtag unterwegs seien und bedauerte die Unfreiheit der gleichgeschalteten Kinder, die ihre Ferien so nicht genießen könnten, wenn sie den ganzen Tag Bekenntnisse zu „Jesus“ abgeben müssen und noch nicht mal eine kleine Individualität in ihrer Kleidung erlaubt bekamen. Einer der Erwachsenen trug ein Kreuz hinten au dem weißen T-Shirt, ansonsten waren keine Symbole zu erkennen.

Die Schuluniform ist in Deutschland eigentlich nicht erwünscht, aber diese Jugendlichen wurden gleich geschaltet. Schon vor einigen Tagen fiel mir eine Gruppe Kindergartenkinder auf, die als eine Art Uniform gelbe Warnwesten trugen und ebenso gleich geschaltet sind. Die Liebe für diese Kinder ist das nicht, es ist hysterische Überbehütung! Ihre ganzen Teddy, Feen und Ninja-T-Shirts werden von dem hässlichen Gelb überdeckt. Die Seele der Kinder: Gleichgeschaltet, uniformiert im „Ihr seid jetzt brav – Kostüm“ Man hat in Guantanamo Bay die Orange Overalls als Strafe oder als Kennzeichnung für Gefängnisinsassen angewendet. Auf einmal trägt die rechte Szene das als „schick“. Für mich sieht´s aus, wie die Müllabfuhr.

Die bezopften Mädchen waren nicht alles, was auffiel. Es waren ziemlich viele Jugendliche mit ähnlichen Outfits unterwegs. Also hat der „Gruppenführer“ den Befehl gegeben: Morgen, alle mit Shorts und weißem T-Shirt. Wie immer, wenn sowas ist, gibt’s einen mit langer Hose dazwischen, aber niemand mit anderem T-Shirt. Also das T-Shirt ist die Uniform. Einige Recherche über Kinderfaschismus hat ergeben, dass diese Jugendgruppen sich kleiden wie die frühere Hitlerjugend: Weißes Hemd, schwarze Shorts. Die Krawatte fehlt. Die Mädchen tragen das selbe, eine Errungenschaft des Feminismus: Der Rock ist weg. Die Mädchen haben dafür oft die Hollandzopffrisur, die an die Zopffrisuren des „Bund deutscher Mädels“ erinnert, das weibliche Äquivalent zur Hitlerjugend. Also alles in Allem: Das Uniformieren von Jugendlichen schaltet sie gleich, es bestärktigt die Gruppenzugehörigkeit und verbietet den Individuellen Geschmack, die Gestaltungsfreiheit und beseitigt den Konkurrenzdruck der teuren Modemarken. Die Kinder tragen brave Uniform, müssen vielleicht beten, vielleicht ist das aber noch schlimmer und sie werden von rechtsradikalen Gruppen hier zu Nazis umerzogen. Diese rechten Gruppen verwenden Naziuniformen, egal, ob die Kirche, die AfD oder die NSDAP dahinter stecken. Hier werden Jugendliche gleichgeschaltet zur rechten Gesinnung. Auch bei der Gesinnung gibt es keine Abweichung mehr, nicht nur in der Kleidung. Sie werden keine eigene Meinung mehr haben dürfen, wenn sie erst mal Uniform sind. Hier fängt Faschismus an.



Zum Vergleich: Hitlerjugend